Rund 25.000 Mal am Tag bewegen wir unsere Finger – so Schätzungen. Wir strecken und beugen sie, tippen und schneiden mit ihnen. Wir bewegen sie so oft, dass wir es schon gar nicht mehr wahrnehmen. Da kann es passieren, dass Finger und Hände irgendwann überlastet sind und streiken.

Schnnelender Finger, Daumen

Der Begriff Schnellender Finger oder Schnellender Daumen bezeichnet eine Erkrankung der Fingersehnen.
Bei einem Schnellenden Finger gleitet die Fingersehne nicht mehr ruhig in ihrer Sehnenscheide, da eine Schwellung im Bereich des Ringbandes die Sehnenscheide verengt.

Welche Ursachen genau zu dieser Schwellungs- und Entzündungsreaktion führen, ist noch Thema zahlreicher Studien. Angeborene Veranlagung, belastende Tätigkeiten und chronische Verletzungen dürften eine Rolle spielen. Manchmal tritt das Phänomen im Rahmen einer rheumatischen Erkrankung auf. Frauen kämpfen häufiger mit einem schnellenden Finger als Männer.

Entzündung im Bereich des 1. Ringbandes führt zu einem schnellenden Finger

Entzündung im Bereich des 1. Ringbandes führt zu einem schnellenden Finger

Durch die Erkrankung entsteht beim Strecken des Fingers ein ruckartiger Bewegungsablauf – daher der Name „Schnellender Finger“ oder „Schnellender Daumen“. Ein weiteres typisches Merkmal sind die tastbaren Verdickungen der Sehnenscheide.
Je länger die Erkrankung unbehandelt bleibt, desto unbeweglicher wird der Finger.

Im Extremfall kann es zu einem schmerzhaften kurzzeitigen „Steckenbleiben“ des Gelenkes während der Bewegung kommen.
Eine Operation, bei der ein erfahrener Handchirurg die Verengung der Sehnenscheide in Längsrichtung spaltet, führt in den allermeisten Fällen zu dauerhafter Beschwerdefreiheit.
Der Eingriff kann in örtlicher Betäubung ambulant durchgeführt werden. Eine Ruhigstellung nach der Operation ist nicht erforderlich, der Patient darf sofort mit Fingerübungen beginnen. Die Nähte werden nach 7 Tagen entfernt.