Meist sind Patienten nach dem 50. Lebensjahr von einer Arthrose des Kniegelenks betroffen. Die Arthrose entwickelt sich ohne erkennbare Ursache und zählt zu den altersbedingten degenerativen Veränderungen. Bei jüngeren Patienten liegt häufig ein Unfall mit Verletzung des Gelenkknorpels oder eine Beinachsenfehlstellung vor.

Ein Läufer der joggt

Typisch sind Anlaufschmerzen nach einer Ruhephase wie morgens nach dem Aufstehen. Viele Betroffene nehmen als Bewegungsgeräusche ein Knirschen oder Knacken wahr.
Als Ausdruck einer Reizung der Gelenkinnenhaut können eine Schwellung und ein Erguss auftreten. Begleitend besteht häufig eine Wetterfühligkeit.
Bei fortschreitender Arthrose kommt es zu Ruheschmerzen. Das betroffene Gelenk verursacht Beschwerden, ohne dass es bewegt oder belastet wird.
Zu den konservativen Therapieformen zählen die orale Schmerztherapie, Gelenksinjektionen (Hyaluronsäure und Entzündungshemmer) sowie physiotherapeutische Behandlung, entlastende Orthesen und Einlagen.
Ziel der konservativen Arthrose-Behandlung ist die Funktionsverbesserung des Gelenkes und möglichst ein „Abbremsen“ des Fortschreitens des Knorpelschadens.

Operative Behandlung von Knorpelschäden

Die Behandlung von Gelenkknorpeldefekten mittels arthroskopischer Gelenkspülung und Knorpelglättung wird als Lavage und Debridement bezeichnet. Sie dient der Auswaschung von abgelösten Knorpelfasern und der Abtragung oberflächlicher strukturveränderter Knorpelanteile.

Dieses Basisverfahren der modernen Knorpelchirurgie wirkt sich günstig auf den Entzündungsprozess im Gelenk aus. Eine begleitende Synovialitis – Reizung der Gelenkinnenhaut – wird reduziert und die Beweglichkeit des Gelenkes verbessert.
Nachuntersuchungen belegen eine deutliche Verbesserung der Beschwerdesymptomatik im Zeitraum von drei bis vier Jahren.

Abrasion

Bei kleinen Knorpeldefekten wird der defekte Knorpel bis auf die subchondrale Knochenschicht – das heißt, die direkt unter dem Gelenkknorpel liegende Schicht – abgetragen. Es erfolgt eine Regeneration durch körpereigenen Ersatzknorpel.

Mikrofrakturierung

Bild: Mikrofrakturierung

Bei großen Knorpeldefekten > 1 cm wird im Rahmen der Arthroskopie eine Eröffnung der Blutgefäße in der Knochenschicht unter dem Gelenkknorpel vorgenommen. Stammzellen werden in die Defektzone eingeschwemmt. Diese wandeln sich in ein Regenerat aus Faserknorpel um, das als Ersatzknorpel die Bewegungs- und Belastungsfähigkeit des Gelenkes verbessert.
Postoperativ ist eine Entlastung für vier Wochen an Unterarmgehstützen erforderlich. Zweimal täglich kommt eine Motorschiene für zwei bis drei Stunden zur Anwendung. Durch das Prinzip der continious passiv motion (CPM-Motorschiene) werden die Stammzellen zur Umwandlung in Faserknorpel angeregt.

Knorpelzelltransplantation

Bei großen Knorpeldefekten > 1 cm wird im Rahmen der Arthroskopie eine Eröffnung der Blutgefäße in der Knochenschicht unter dem Gelenkknorpel vorgenommen. Stammzellen werden in die Defektzone eingeschwemmt. Diese wandeln sich in ein Regenerat aus Faserknorpel um, das als Ersatzknorpel die Bewegungs- und Belastungsfähigkeit des Gelenkes verbessert.
Postoperativ ist eine Entlastung für vier Wochen an Unterarmgehstützen erforderlich. Zweimal täglich kommt eine Motorschiene für zwei bis drei Stunden zur Anwendung. Durch das Prinzip der continious passiv motion (CPM-Motorschiene) werden die Stammzellen zur Umwandlung in Faserknorpel angeregt.

Bild: Knorpelzelltransplantation

Hemicap

Hemicap Röntgenbild

Das Hemicap-Verfahren stellt einen kleinsten endoprothetischen Oberflächenersatz dar. Hierbei handelt es sich um ein relativ neues Verfahren, das mit Erfolg angewendet wird. Ein tief greifender Knorpeldefekt wird mit einer Kleinstprothese ersetzt.

Bei der Hemicap handelt es sich um eine kleine Kappenprothese mit Titanlegierung der Oberfläche. Nach Ausfräsen der defekten Knorpellamellen wird die Prothese passgerecht mit Schrauben verankert.